Letzte Aktualisierung:

25.09.2017

Denkmal - DOKU (Seite 1)

Chronik und Dokumente der Erhaltung und Sanierung der ehemaligen Hofanlage Brüder-Grimm-Straße 43, 34134 Kassel-Niederzwehren.

Redaktionelle Hinweise:

Hier finden Interessierte mit einer Zeitleiste (linke Spalte) in tabellarischer Kurzform und fast emotionsfrei, WAS von 1986 bis heute WER zur Denkmalerhaltung geleistet hat und dazu in der rechten Spalte überwiegend auch die Originaldokumente, digital aufbereitet für den auf nahezu jedem Rechner installierten kostenlosen Acrobat Reader. Möchten Sie ein Dokument im Original lesen oder ausdrucken, klicken Sie einfach auf das zugeordnete Adobe-PDF-Symbol.

Darüber hinaus liegen zahlreiche Fotos vom Kaufzustand des Hof-Grundstücks und von den Instandsetzungs- bzw. Sanierungsarbeiten in den Jahren nach dem Kauf vor, sowie eine Video-Dokumentation von dem letzten Sanierungsanlauf in 2000 (Stallgebäudesanierung) und der Aufstellung der "Denkmalbauhütte", meinem heutigen Dauer-Wohnsitz in der Brüder-Grimm-Str. 43A.

Was zur Beurteilung meiner Denkmal-Kompetenz noch interessant sein könnte:

28.09.1987 - 31.12.1991 zahlendes Mitglied beim Fortbildungszentrum f. Handwerk u. Denkmalpflege Fulda e.V., 36041 Fulda

15.03.1987 - 31.12.1991 zahlendes Mitglied bei Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V., 28859 Lilienthal

Ich habe seit 1986 erworben und gelesen 0,8 Regalmeter Fachbücher zum Thema “Denkmalschutz” und ″Denkmalgerechtes Sanieren von (Fachwerk-)Altbauten“ und so ziemlich Alles gelesen, was im Internet zu diesen und zugehörigen Themen zu finden ist.

So, und nun zur lückenlosen:

CHRONIK DES SCHRECKENS

Datum

Statusbeschreibungen Aktionen/Reaktionen Reitmeier

Statusbeschreibungen und Aktionen/Reaktionen Anderer

Dokumente als PDF, Zeugendaten ect.

vor 1986

 

Grundstück liegt im Sanierungsgebiet Niederzwehren. Scheune und Stall sind im Sanierungsrahmenplan von 1979 zum Abriss freigegeben, das Fachwerk-Wohnhaus (FWH) sollte laut Vorschlag der Neue Heimat (NH)  für etwa 250 TDM saniert werden.

Die Flächen der Gebäude auf Hofebene werden durch den Getränkevertrieb Brüssing genutzt. WH-Obergeschosse u. die Behelfswohnung im OG Stall sind für jedermann zugänglich, da alle Türen offen, Fenster teilw. zerstört u. Hofumfriedung ebenfalls nicht mehr vorhanden.

Dass das Haus/Anwesen seit rund zwei Jahrzehnten ungestört verfällt, ist 1986 bereits von außen für jedermann an zerstörten Fenstern und Türen, herausgefallenen Gefachen, fehlenden Dachrinnen, zerstörter Umfriedung, verwildertem Garten und dem hinter den Gebäuden abgeladenem Müll und Schutt und Gerümpel zu erkennen.

Ordner HOF (rot

Kopie Sanierungs- Rahmenplan v. 1979 u. korrespondierende Luftaufnahme v. ca. 2005)
Stellungnahme der Denkmalschützer zur Sanierung des Hofes aus 1977

Fotos v. Originalzustand aus 1986/87

Luftaufnahme von 1966 mit inzwischen verschwundenen Nachbarhöfen und gut erkennbarer Verwendung des Hofes als Schrottplatz/Autohof

Zeugen Ehepaar Siebert (Frau Siebert ist Schwester der Hofverkäuferin Frau Thiel,  wohnhaft heute Hofstatt 5, früher hinter Fehr´s) in 2002 auf dem TÜV (meine damalige Arbeitsstelle): "Die Denkmalschützer haben den A.. offen; an dem Hof ist seit Jahrzehnten nichts gemacht worden".

08/1986

Ich erwäge wegen der guten Lage und dem für alle vorhandenen Hobbys und Zukunftspläne mehr als ausreichenden Platzangebot, den Kauf des preislich attraktiven, da offensichtlich schon länger vergeblich zum Kauf angebotenen Anwesens.

Die Verkaufshindernisse,  wie sehr schlechter Gebäudezustand und langfristiger gewerblicher Mietvertrag mit Brüssing, schrecken mich nicht, da das WH laut vorgelegtem Mietvertrag nicht mitvermietet ist und die Miete von Brüssings Getränkevertrieb beim Abtrag helfen soll.

Gespräche mit H. Nau und Mitarbeitern vom Liegenschaftsamt. Auskunft, dass nur das Wohnhaus dem Ensembleschutz (gleich “Fassadenschutz”) unterliegt und dass zur finanziellen Unterstützung der Sanierung des Wohnhauses noch ein nennenswerter "Bodensatz" der Sanierungsmittel sowie die für die Abbruchkosten von Stall u. Scheune zurückgestellten Zuschüsse von 7,00 DM pro m3 vorhanden seien.

 

15.08.1986

Nachdem  ich auch meine Frau Maria-E. überzeugt habe, dass Kauf und Sanierung realisierbar erscheinen, schließen wir beim Notar Wehrhahn in Baunatal den Kaufvertrag ab. Anwesend sind dabei das Ehepaar Thiel (Verkäuferin und Ehemann), Ehepaar Reitmeier und Makler Jörn Hödtke

 

Ordner HOF (rot) > Kaufverträge > Kaufvertrag v. 15.08.1986

30.08.1986

Abschluß Architekten-Pauschalvertrag mit Dipl.-Ing. Ewald Schindler, dessen Namen mir Nachbar Rasquin (Stadtplaner) genannt hatte. Beim ersten Treffen stellen wir fest, dass wir zusammen auf dem Hessenkolleg waren. Die erste Kostenschätzung von Architekt Schindler mit  avisierten Gesamtkosten von ca.  275 TDM  (236 + 38,5) bestärkt uns in unserer Erwartung, das WH kurzfristig bewohnbar machen zu können und bald vor Ort zu ziehen.

 

Ordner SCHINDLER

Folgezeit

Erste Entrümpelungen, Freilegungen u. sonst. Vorarbeiten im WH.

 

 

20.09.1986

 

Mieter Brüssing (er betreibt auf dem Hof in den (Keller-)Räumen auf Hofebene einen Getränkevertrieb) untersagt uns unter Hinweis auf seinen Mietvertrag (er präsentiert überraschend einen uns unbekannten Vertrag mit einem handschriftlich ergänzten Einschluss des FWH) alle weiteren Arbeiten und auch das Betreten des Anwesens.

 

25.09.1986

Die Entwurfsplanung und Kostenschätzung Nr. 2 von Architekt Schindler mit  Baukosten von nun schon ca. 445 TDM holt uns etwas von Wolke 7, aber ich bin optimistisch, dass wir das doch noch irgendwie “wuppen” können.

 

Ordner SCHINDLER > Kostenschätzung Nr. 2

27.09.1986

Mit Günther Brüssing über eine gütliche Einigung verhandelt, diese stichwortartig schriftlich fixiert und um eine schnelle Entscheidung seiner Mutter (die offizielle Miet-Vertragspartnerin ist) gebeten.

 

 

29.09.1986

 

Nach seiner persönlichen Vorsprache bei H. Lenz im Amt f. WuS (Wohnungs- u. Siedlungswesen) mit Übergabe diverser Planungsunterlagen (siehe formlosen Antrag) schickt Architekt Schindler die noch gewünschte Baubeschreibung für die Sanierung des ehemaligen Wohnhauses zusammen mit einem formlosen Förderantrag (Nr. 1) auf Wohnbaufördermittel an das Amt f. WuS .

Ordner HOF (rot) > WuS > Formloser Antrag 1 v. 29.09.86 (erwähnte Unterlagen original im Ordner Schindler u. in A4 im Ordner Klage EkSt 2000, Anlage zum  Schreiben v. 22.09.06 an FG)

2.10.1986

 

Gütliche Einigung mit Mieter Brüssing ade´, RA Tolkmitt (Brüssing) droht Zwangsgeld an, falls Arbeiten nicht eingestellt und Haus und Grundstück weiterhin durch uns betreten werden.

Ordner BRÜSSING > Schreiben RA Tolkmitt v. 2.10.86

13.11.1986

Abschluß neuer Kaufvertrag mit Einbindung des ergänzten Mietvertrages u. angemessener Preisreduzierung.

Instandsetzung der Behelfswohnung im OG vom  Stallgebäude (als Werkstatt u. Lager), da diese definitiv nicht mit vermietet ist, Müllentsorgung auf Freigelände.

Instandsetzung der Hofumfriedung inkl. Toren.

 

 

Erhalten vom LA (Liegenschaftsamt) den Genehmigungsbescheid mit dem Verzicht auf das Vorkaufsrecht der Stadt zur Vorlage beim Grundbuchamt. Weiter steht darin, dass das Grundstück im Sanierungsgebiet liegt, Wohngebäude und Scheune erhalten bleiben sollen und wir beim  “Bauen und Verändern” Baurecht und Städtebauförderungsgesetz zu beachten hätten.

Ordner HOF (rot) > Kaufverträge > Kaufvertrag v. 13.11.1986
Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt,  Formular-Anschreiben + Gen.-Bescheid vom 24.09.1986

 

20.11.1986

 

 

12.12.1986

Persönliche Nachfrage bei H. Henkes u. Loose im Amt f. WuS, warum Funkstille. Auskunft: Antrag sei weder von der Form noch vom Inhalt her prüfbar. Wir platzen fast vor Wut, weil man die Unterlagen einfach "schmoren" ließ und Schindler jetzt erst mal bis Ende Januar 87 in Urlaub ist.

 

 

 

Wir erhalten am 12.12.86 vom Amt f. WuS (H. Loose) das Ganze noch einmal schriftlich und im Detail.

 

 

 

Ordner HOF (rot) > WuS > Schreiben vom 12.12.86

17.12.1986

Prozessiererei mit Mieter Brüssing beginnt, da dieser mit allen Tricks und Finten Kapital aus unseren Sanierungsbemühungen zu schlagen versucht.

 

Klage der Mieterin erhalten, siehe hierzu Ordner BRÜSSING mit Prozeßakten

26.02.1987

 

Notar Werhahn will Auflassung beurkunden und fragt nach gewünschtem Wegeverlauf und nach Unbedenklichkeitsbescheinigung

Ordner HOF (rot) > Kaufverträge > Schreiben v. 26.02.87

28.02.1987

Teilen Notar Werhahn mit unter welchen von ihm festzuhaltenden Bedingungen wir mit dem vom künftigen Nachbar Mennickheim gewünschten Wegeverlauf an der Grenze einverstanden sind usw.

Wie sich das Thema WEGERECHT dann weiter entwickelt hat, weil der Notar schlicht geschlampt hat, findet sich in 3 Ordnern und hier.

 

Ordner HOF (rot) > Kaufverträge > Schreiben v. 28.02.87

 

Ordner WEGERECHT 1 bis 3

02-03/1987

Bitten Schindler seine Pläne genehmigungsfähig zu machen, damit der Antrag beim Amt f. WuS neu gestellt werden kann.

Persönliche Vorsprache bei Frau Wortmann Amt f. BuD (Bauordnung und Denkmalpflege)

Am 29.03.1987 fristlose Kündigung Architektenvertrag Schindler wegen nicht fachgerechter Arbeit und betrügerischer Rechnungsstellung.

Prozeß mit Architekt Schindler beginnt, Prozeß Brüssing läuft parallel.

Denkmalpflege teilt mit, dass Dachfenster a´la Schindler u.a. nicht genehmigungsfähig seien.

Details siehe Ur-Hofchronik, sowie Akte Brüssing und Akte Schindler

12.04.1987

Weil wir eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für Notar ect benötigen, schicken wir eine formelle Bauvoranfrage (Sanierung FWH) an Amt f. BuD

 

Ordner HOF (rot) >  Baugenehmigung > Schreiben v. 12.04.87 m. Anlage

22.04.1987

Erhalten Eingangsbestätigung für unsere Bauvoranfrage und das Az. 0671/87

 

Ordner HOF (rot) >  Baugenehmigung > Schreiben v. 22.04.87 m. Anlage

23.05.1987

Stellen Antrag mit ausführl. Begründung beim Planungsamt, uns ein Modernisierungsgebot zu erteilen.

Auf Anraten von H. Nau (Liegenschaftsamt) schicken wir Kopie an die Bauaufsicht mit der Bitte um Unterstützung unseres Anliegens.

 

Ordner HOF (rot) > Baugenehmigung > Planungsamt 23.05.1987
Ordner HOF (rot) >  Baugenehmigung > Bauaufsicht 23.05.1987

1.06.1987

Wir engagieren als Ersatz Architektin Hannelore Hafer

 

 

3.06.1987

Wir reichen bei WuS unseren Förderantrag Nr. 2 ein und zwar diesmal formgerecht und mit allen gewünschten Anlagen.

 

Ordner HOF (rot) > Amt f. WuS

5.06.1987

 

Wir erhalten von WuS die Eingangsbestätigung für unseren Förderantrag mit diversen nicht unbedingt “ermutigenden” Hinweisen.

Ordner HOF (rot) > Amt f. WuS

15.06.1987

Wir bitten H. Nau v. Liegenschaftsamt um Prüfung unserer bei WuS eingereichten Finanzpläne u. Auskunft über sonstige konkrete Förderquellen.

 

Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt > Schreiben v. 15.06.87 m. Anlage

3.07.1987

 

Erfahren im Zusammenhang mit der am 12.04. angeforderten Unbedenklichkeitsbeschei- nigung, dass nicht nur das Wohnhaus dem Ensembleschutz unterliegt, sondern die gesamte Hofanlage als Kultur-(Einzel-) denkmal im Denkmalbuch eingetragen worden ist.

Angeblich hat das in der gesamten Stadtverwaltung bis zu diesem Zeitpunkt niemand gewußt.

Sehr merkwürdig ist nur, dass der in unsere Kauf- u. Instandsetzungaktionen in keiner Weise eingebundene Anwalt des Mieters Brüssing in seinem Schreiben vom 9.07.1987 bereits darauf hinwies (Seite 1 letzter Satz), dass es sich bei der Hofanlage um ein Denkmal handelt, bei dem wir ohne Genehmigung überhaupt nichts anrühren dürften. Wieso wusste er es bereits ?

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege >  Schreiben v. F. Wortmann v. 3.07.1987.

 

Siehe hierzu auch Antwortschreiben GR vom 13.07.1987

 

Ordner Brüssing > Schreiben RA Tolkmitt v. 9.07.1987

5.07.1987

Wir senden H. Nau v. Liegenschaftsamt das Schreiben der Denkmalpflege v. 3.07.87 in Kopie und bitten um Beistand bei der Abwehr der aus unserer Sicht nicht sinnvollen Einstufung als Einzeldenkmal.

 

Ordner HOF (rot) > Liegenschaftsamt > Schreiben v. 5.07.87 m. Anlage

10.07.1987

 

Als “Antwort” erhalten wir von H. Nau vom Liegenschaftsamt sinngemäß die Mitteilung,, dass die Stadt enttäuscht sei, weil unser Grundstück noch nicht so schön saniert sei wie der Rest und die Aufforderung,, "unverzüglich" mit der Sanierung zu beginnen. Wir sind etwas verblüfft.

Ordner HOF (rot) > Liegenschaftsamt > Schreiben vom 10.07.1987

13.07.1987

Wir senden Frau Worthmann (Denkmalpflege) unsere Stellungnahme zur mitgeteilten Einstufung unseres Hofes als “Einzeldenkmal” und machen Vorschläge, wie wir uns das weitere Vorgehen vorstellen. H. Nau (LA) und H. Delpho v. OBR Ndzw. erhalten je eine Kopie der Schreiben v. 3.07.87 u. v. 13.07.87 z.K.

 

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege

18.08.1987

 

Erhalten vom Amt f. WuS (Frau Koch) die Mitteilung, dass unser Förderantrag (Nr.2) nicht berücksichtigt werden kann, weil wir die Einkommensgrenze von 59.750,- DM um 3.726,- DM überschreiten !! Na toll und nun ??

Ordner HOF (rot) > Amt für WuS > Schreiben m. Anlage EK-Berechnung

18.09.1987

 

Erhalten vom Amt f. BuD die am 12.04.87 beantragte Unbedenklichkeitsbescheinigung nach § 92 HBO (Hess. Bauordnung)

Ordner HOF (rot) > Baugenehmigung

24.07.1987

 

Treffen auf dem Hof mit Amt f. BuD (Landeskonservator Dr. Hellas, F. Worthmann), Liegenschaftsamt (H. Nau) zur Diskussion der Konsequenzen aus der Einstufung als Einzeldenkmal.

Werden mit Hinweisen auf angemessene fachliche und finanzielle Unterstützung "von allen Seiten" zum Weitermachen “motiviert”.

Frau Wortmann will prüfen, ob das von uns erbetene Sanierungsgebot möglich ist, um damit die taktische Sanierungsverhinderung von Brüssing zu unterlaufen.

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Gesprächsnotiz v. 24.07.1987

25.07.1987

Schicken parallel an Frau Worthmann (DA) u. H. Nau (LA) unsere Gesprächsnotiz v. 24.07.1987 zur Kenntnisnahme.

 

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > 2 Schreiben v. 25.07.87 mit Gesprächsnotiz vom 24. 07.1987

18.08.1987

 

Amt f. WuS teilt uns mit, dass wir überhaupt keine reelle Chance auf Wohnungsbau-Fördermittel haben, weil wir die Einkommensgrenze v. ca. 60 TDM um knapp 4 TDM überschreiten !!!

Ordner HOF (rot) > Amt für WuS > Schreiben m. Anlage EK-Berechnung vom 18.08.1987

26.08.1987

Schicken H. Nau unsere Gedanken u.a. zu dem nebulösen Sanierungs-Finanzbeitrag der Stadt , damit er im Urlaub mal darüber nachdenken kann.

 

Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt, Schreiben vom 26.08.87

12.11.1987

 

H. Lichtenfeld u. F. Nicolei (Denkmalschützer) besichtigen WH zwecks erkennen von "Einsparmöglichkeiten" bei den Sanierungskosten.

 

12.01.1988

Schicken an Amt f. BuD allgemeine Anfrage wegen der Zulässigkeit des Gewerbebetriebes unseres “mitgekauften” Mieters Brüssing.

 

Ordner HOF (rot) >  Bauverwaltungsam t

8.02.1988

 

Amt f. WuS fordert uns auf bis zum 21.03.88 einen Förderantrag (Nr. 3) für Mittel aus dem Programm für Mod.- u. Energiesparmaßnahme einzureichen, natürlich wieder mit `zig Anlagen. Na toll !

Ordner HOF (rot) > Amt f. WuS

24.02.1988

 

Besprechung m. Nau u. Lichtenfeld. Stadt prüft, ob andere Fördermittel eingesetzt werden können.

Herr Architekt Lichtenfeld (Amt f. BuD) beurteilt Planungen Hafer /Reitmeier (baut noch auf Schindlers Plänen u. Berechnungen auf) als nicht fachgerecht, zu teuer und nicht genehmigungsfähig !

Siehe hierzu auch das Schreiben GR an Nau (Liegenschaftsamt) v. 6. 03.1988 und v. 23.03.88

4.03.1988

 

Erneutes Schreiben vom Liegenschaftsamt, dass wir zur Vermeidung eines Baugebotes nach § 177 BauGB umgehend mit der Modernisierung beginnen sollen.

Vorwurf des vorsätzlichen Wohnungsleerstandes (im Wohnhaus !!) wird erneut erhoben !!!!

Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt > Schreiben vom 04.03.1988

6.03.1988

Schreibe Nau an wegen Widerspruch zwischen der Beurteilung der Pläne Architekt Schindlers durch H. Lichtenfeld (Denkmalamt) u. Schindler selbst.

 

Ordner HOF (rot) > Liegenschaftsamt > Schreiben v. 6.03.88

21.03.1988

Geben bei WuS fristgerecht (siehe 8.02.88) unseren Förderantrag Nr. 3 nebst aller geforderten Unterlagen ab, der auf Frau Hafers neu erarbeiteter Kostenschätzung/Planung basiert.

Nach denkmalgerechter Überarbeitung liegen die Baukosten jetzt bei 520 TDM .

 

Ordner HOF (rot) >  Amt f. WuS > Förderantrag Nr. 3

23.03.1988

Schreibe Nau und weise seine Vorwürfe (u.a. v. 4.03.88) zurück. Teile mit, dass es mir langsam reicht

 

 

Erhalte Antwort v. H. Spangenberg (BuD) auf mein Schreiben vom 12.01.1988 (wegen Zulässigk. Gewerbenutzung), das angeblich auf dem Tisch der Stadtbaurätin Thalgott geschmort hat.

Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt > Schreiben v. 23.03.88
Ordner HOF (rot) > Bauverwaltungsam t > Schreiben v. 23.03.88

24.05.1988

Der Streit mit unserem Mieter Brüssing wurde durch einen Vergleich (LG 3 O 307/87 v. 17.05.88) beendet und nun dürfen wir jederzeit sowohl das Grundstück betreten als auch das nun “freie” FWH nach Herzenslust sanieren.

Gekostet hat uns das Ganze neben reichlich Zeit und Nerven das nette Sümmchen v. 4540,55 DM

 

Ordner BRÜSSING > Schreiben RA Zappek v. 24.05.88 + Vergleich + Rechnungen

8.06.1988

Schreibe Nau erneut an, da das mit der von der Stadt erhofften Städtebauförderung erkennbar nichts wird und aus naheliegenden Gründen (Armut der Stadt) unsere Kostenermittlungen (Hafer) weiterhin als “zu hoch” angezweifelt werden. Schlage “amtliches” Sanierungs-GA vor.

Weil das Schreiben angeblich bei H. Nau nicht angekommen ist, gibt Marlies es am 14.06.88 noch einmal persönlich bei ihm ab.

 

Ordner HOF (rot) > Liegenschaftsamt > Schreiben v. 8.06.88

16.06.1988

Während die Stadt weiter über ihre Antwort auf unsere grundlegende Frage nach ihrem konkreten Beitrag zur Sanierung ”nachdenkt”, haben wir unsere Vorstellungen von der Finanzierung der 520 TDM-Sanierung zwischenzeitlich vom Finanzfachmann Dr. Mollberg prüfen lassen. Ergebnis: Es handelt sich um eine absolute Grenzfinanzierung von der er uns eigentlich nur abraten kann.

 

Ordner Unterlagen Hofsanierung > Dr. Mollberg > GA Finanzierung

21.06.1988

 

Ein Korinthenkacker beim Amt f. WuS fordert von und noch alle möglichen Unterlagen, u.a. die Kesselleistung und Dampfdiffusionsnachweis, die angeblich zur Bearbeitung unseres Förderantrags Nr. 3 erforderlich seien und uns wieder Arbeit und Geld kosten. Da wir vorher schon zahlreiche Info´s nachliefern mussten, die für die ausstehende grundsätzliche Förderentscheidung ebenfalls völlig belanglos waren, schwillt uns langsam der Hals.

Ordner HOF (rot) > Amt f. WuS > Schreiben v. 21.06.88

30.06.1988

 

 

 

 

 

Holen deshalb in umfangreichem Schriftverkehr und persönlichen Gesprächen Vergleichsangebote von angeblich kompetenteren Architekten als unserer Frau Hafer ein.

Aufgrund der immer wieder angezweifelten "zu hohen Sanierungskosten", kann die Stadt sich nun schwerlich um das von mir am 8.06.1988 vorgeschlagene Sanierungs-GA herumdrücken und schickt uns einen Vertragsentwurf und die Aufforderung zum einholen von “Angeboten” bei Architekten. Das Architekten-Honorar will die Stadt aus Sanierungsmitteln bezahlen, die erforderlichen handwerklichen Arbeiten müssen wir kostenlos erbringen. Vier Vergleichsangebote werden gefordert.

Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt > Schreiben v. 30.06.88

16.08.1988

Senden die Auswertung der vier inzwischen eingeholten Angebote an Nau (LA) und bitten um Präzisierung der Wünsche der Stadt bzw. Entscheidungshilfen

 

Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt > Schreiben v. 16.08.88 m. Anlage

12.09.1988

Da schon wieder fast ein Monat um ist, ohne dass von der Stadt eine Rückmeldung gekommen ist und uns die Zeit wegläuft, bringe ich den aktuellen Stand der “Diskussion um die Durchführung und Finanzierung der Sanierung” zu Papier und verteile es zusammen mit den fundierten Finanzierungs-Modellrechnungen M1 bis M3 als Denkanstoß an Herrn Nau (Liegenschaftsamt), an Frau Wahrlich-Schenk (Denkmalamt) und zur Info an unsere Architektin Frau Hafer.

 

Ordner Unterlagen Hofsanierung > Modellrechnungen > Diskussionspapier

Folgezeit

 

Frau Hafer bekommt letztlich doch den Zuschlag, weil sie der Stadt das “beste” Angebot gemacht hat (der Gutachtenumfang wurde reduziert und ihr Honorar auf letztlich rund 15 TDM gedrückt). Wir verpflichten uns vertraglich, alle erforderlichen handwerklichen Begleitarbeiten unentgeltlich zu leisten

 

2.01.1989

 

Wir erhalten vom LA nach 4 Monaten ! den von OB Eichel und Stadtbaurätin Thalgott unterzeichneten Architektenvertrag für das “gemeinsame” Sanierungsgutachten.

Ordner HOF (rot) > Architekt > Vertrag

15.02.1989

 

Amt f. WuS teilt mit, dass das Land Hessen einen Kostenzuschuss im Rahmen des Landesprogrammes Modernisierung und Energieeinsparung ablehnt, weil (Sanierungs-) Kosten über 50,0 TDM pro Wohnung auch bei einem Denkmal unangemessen seien.

Ordner HOF (rot) > Amt f. WuS > Schreiben v. 27.10.1988 (Weitergabe Schreiben vom Land)
Ordner HOF (rot) > Amt f. WuS > Schreiben v. 15.02.1989

07/1989

 

Frau Hafer legt nach einem guten halben Jahr intensiver Arbeit von Büro Hafer und Ehepaar Reitmeier eine penible, kaum mehr angreifbare Bestandsbeschreibung, Sanierungsplanung und Kostenermittlung vor (San-GA). Die ermittelten Sanierungskosten betragen statt der "zu hohen 520 TDM" nun “amtlich” ermittelte 801 TDM (mit aus heutiger Sicht wohl etwas blauäugigen 1,6 % für Unvorhergesehenes !!) und zwar allein für das WH !!!

Einen auf DIN A4 verkleinerten Auszug aus dem San-GA (Inhaltsverzeichnis, Kostenzusammenstellung, Ausbauplanung, Ansichten) habe ich hier als PDF eingestellt.

Eine Mappe A3 mit: Bestandsbeschreibung mit zahlreichen Farbfotos u. Kostenvoranschlag

Eine Mappe A2 mit: Bestands- und Sanierungsplänen

 

Ordner HOF (rot) > Architekt > Auszug SAN-GA

23.08.1989

Vor dem Hintergrund von der GhK (Gesamthochschule Kassel) offerierter Fördermittel für die Schaffung von Studentenzimmern in Kassel, erarbeite ich parallel ein entsprechendes Ausbau- u. Nutzungskonzept für Scheune und Stall u. bitte Amt f. BuD um Mittel zur Erstellung genehmigungsfähiger Unterlagen durch F. Hafer.

Antwort der Stadt: Die anfänglich im Gespräch gewesenen Abrisszuschüsse von 7 DM pro Kubikmeter dürfen angeblich nicht wie vorgeschlagen in Planungskosten-Zuschüsse umgewandelt werden.

Wir sollen daher Architektenhonorare und Gebühren in Höhe von 15-20 TDM vorlegen, um auf eigenes Risiko die Zuschussmöglichkeiten durch die GhK zu prüfen. Dieses Risiko können und wollen wir uns aber nicht auch noch aufladen.

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Konzept Scheune + STG

10/1989

Wir sehen keine Möglichkeit mehr, die klaffende Lücke zwischen den von uns nicht mit einer annähernd tragbaren Belastung finanzierbaren Sanierungskosten und der anscheinend real gar nicht möglichen angemessenen öffentlichen Förderung zu schließen.

Wir versuchen ein gemeinsames Meeting mit Vertretern aller beteiligten Ämter zu organisieren, um effektiv und konkret zu klären, was nun weiter passieren soll.

Auch aus den beteiligten Ämtern kommen keine Ideen für neue Ansätze mehr. Man ist offensichtlich mindestens ebenso ratlos wie wir und die Organisation des von uns gewünschten Meeting aller ″öffentlich Mitredenden“ zieht sich hin.

 

10.11.1989

 

Treffen m. Nau, Nicolei, Hafer.

Allg. Erkenntnis, dass Sanierung unter den gegebenen Randbedingungen unrealistisch und folglich Abrißgenehmigung für Neubauten erforderlich.

Dr. Haaßengier (Landesdenkmalpfleger)  soll auf Basis Sanierungsgutachten, Finanzplänen etc. darüber entscheiden.

 

14.11.1989

 

Treffen auf Grundstück  mit Dr. Haaßengier, F. Nicolei, Hafer.  Haaßengier hört verständnisvoll zu, umrundet wieder einmal von außen das Denkmal und entschwindet mit der Ansage, dass wir bald seine Entscheidung bekommen.

 

zwischen 12/89 und 02/90

Verschiedene telefonische und schriftliche Nachfragen bei Frau Finis-Sauer /Amt f. BuD)

Vertröstung durch alle Ämter. Der Landesdenkmalpfleger Dr. Haaßengier sei krank und ohne ihn keine Entscheidung möglich.

Ordner HOF (rot) >  Denkmalpflege > siehe 27.02.1990

26.01.1990

 

Erhalten v. H. Boll (BuD) einen netten Brief in dem er uns darauf hinweist, dass die “gerüchteweise” geplante Kfz-Werkstatt keine Aussicht auf Gen. hat. Meine tel. Rücksprache m. einem H. Weber ergab, dass im Prinzip jedes Gewerbe zulässig ist, dass nicht “lästiger” als die Vorhandenen wäre (Stichwort Bestandsschutz !).

Ordner HOF (rot) >  Bauverwaltungsam t > Schreiben v. 26.01.90

27.01.1990

Teile H. Boll (BuD) mit, dass wohl erst einmal eine rathausinterne Klärung sinnvoll sei, was denn nun auf meinem Hof “gewerblich” zulässig sei oder nicht.

 

Ordner HOF (rot) >  Bauverwaltungsam t > Schreiben v. 27.01.90

27.02.1990

Teile Frau Finis-Sauer (DA) mit, dass ich erwarte, dass das immer wieder verschoben Gespräch über die Finanzierung der Sanierung, am 9.03.90 oder früher auch tatsächlich stattfindet.

 

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Schreiben v. 27.02.90

9.03.1990

Gespräch im Amt f. BuD m. Frau Finis-Sauer (DA), Henkes/Blumenstein (WuS), Nau (L), Ehepaar Reitmeier. Ergebnis: Kein Amt hat zwischenzeitlich ein Konzept oder eine Idee zur Schließung der Finanzlücke entwickelt. Finis-Sauer will klären, ob die Finanzierungslücke von anderer Seite geschlossen werden kann (Stiftung Denkmalschutz etc.) . 

Konkrete Aussage F. Finis-Sauer: Haus soll erhalten, Stall abgerissen und Scheune m. 17 TDM  Abrißmitteln der Stadt gesichert werden

Prozeß Schindler zu Ende, er gibt beim OLG auf, nachdem der Richter ihm das begründet nahegelegt hat. Wir erhalten das überzahlte Honorar tatsächlich auch zurück.

 

Ur-Hofchronik

11.03.1990

Senden “Gesprächsprotokoll v. 9.03.90 mit Anlage Finanzplan v. 30.05.1988 zur Kenntnis und ggfls. Korrektur an Frau Finis-Sauer (DA)

 

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Schreiben v. 11.03.90 m. Anlagen

4.04.1990

Unsere Architektin Frau Hafer weist Frau Finis-Sauer darauf hin, dass ihre Kostenschätzung nicht unbegrenzt gültig ist, sondern der allgemeinen Preissteigerung unterliegt usw.

 

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Schreiben v. 4.04.90

6.07.1990

Nachfrage bei H. Nau

Laut H. Nau hofft man nach Vorsprache von Frau Thalgott (aktuelle Kasseler Baudezernentin) in Wiesbaden auf Aufstockung der Sanierungsmittel durch das Land.

Laut Frau Thalgott soll das FWH erhalten werden.

Wiesbaden entscheidet voraussichtlich im Februar 1991.

Parallel sollen wir vom Amt f. WuS hören, sowie sich neue Fördermöglichkeiten für das Wohnaus auftun sollten und wir Mittel beantragen könnten.

Ur-Hofchronik

9.08.1990

 

Ein Herr Meister v. Bauverwaltungsamt droht uns Maßnahmen an wegen Zweckentfremdung von Wohnraum (im WH !!). In diesem Rathaus weiß wirklich die rechte Hand nicht was die Linke tut.

Ordner HOF (rot) > Bauverwaltungsam t > Schreiben v. 9.08.90

Sept. 1990

Telefonische Nachfrage bei Finis-Sauer ob und was sich denn eigentlich wo noch tut. Finis-Sauer bürstet mich unsanft ab und empfiehlt wieder mal einen Besitzwechsel.

 

 

15.04.1991

Nachfrage bei H. Blumenstein (WuS). Er hat noch keine Information, ob Wiesbaden die Mittel aufgestockt hat, will sich im Rathaus bei Nau und Finis-Sauer kundig machen und sich melden

 

Ur-Hofchronik

Ende 09/91

 

 

 

Wir beschließen, den Denkmalschützern den Verkauf des WH an einen interessierten Sanierer als Ausweg zu offerieren.

F. Hafer teilt uns mit, dass nach ihren Erkundigungen bei BuD angeblich 320 TDM öffentl. Zuschuß "möglich" würden, wenn wir "umgehend" mit der Sanierung des WH beginnen.

Bei einem anschließenden Treffen m. F. Hafer wird klar, dass bei inzwischen nach ihrer Ansicht realistischen  Gesamtkosten nicht unter 900 TDM, noch absolut unrealistische 600 TDM plus ??? von uns frei zu finanzieren wären.

 

30.09.1991

Teile F. Finis-Sauer telefonisch das Ergebnis unserer Überlegungen mit. Sie antwortet, dass das “avisierte” Geld nur in diesem Jahr zur Verfügung stünde und sie nicht warten könne, bis wir "irgendwann" das WH verkauft hätten.

Auf die Entgegnung, dass wir seit über einem Jahr auf die jetzige vage Mittelzusage gewartet hätten und in Anbetracht der unzureichenden Höhe nun nicht schlagartig mit der Sanierung beginnen könnten, erhalte ich die Antwort, dass sie das Objekt dann eben wegen "Zweckentfremdung" in die Hände der Bauverwaltung legen müsse.

Ich informiere Sie, dass ich keine Lust mehr hätte, mir weiterhin in diesem Stil Drohungen und Vorhaltungen über "unsere" Versäumnisse anzuhören und dass sie das WH sanieren könne womit und mit wem immer sie wolle.

Informiere anschließend F. Hafer, dass das Projekt für uns zunächst ruht.

 

 

18.10.1991

 

OFFENBARUNGSEID der “Öffentlichkeit”. Das Liegenschaftsamt teilt nämlich im Kern mit, dass die Frau Hafer "zugesagten" 320 TDM Sanierungsmittel real gar nicht zur Verfügung stehen und dass wir letztlich von NIRGENDWO ausreichend Geld für eine zumutbare Sanierung zu erwarten haben.

Ordner HOF (rot), Liegenschaftsamt >  Schreiben v. 18.10.1991

21.10.1991

Seltsamer Zufall: wir erhalten die Anfrage von einem Dr. Ronge (Ndzw.) wegen Verkauf des Hofes.

Am gleichen Tag Ortstermin m. Richterin vom AG wegen Prozeß Wegerecht.

Erinnerung: Das Wegerecht war unverzichtbar geworden, weil bei der Beendigung des Rechtsstreites mit Brüssings eine Vereinbarung zur Sanierung vom Garten aus getroffen worden war, um die Hofnutzung des Mieters als Zufahrt zum Getränkehandel nicht zu stören..

 

 

27.10.1991

Sende Stellungnahme zum Offenbarungseid vom 18.10.91 an H. Nau, Liegenschaftsamt. Bitte ihn mangels vorhandener Alternative Rathaus-intern Abbruch und Neubebauung zu klären.

 

Ordner HOF (rot) >  Liegenschaftsamt > Schreiben v. 27. 10.1991

7.11.1991

 

Als einziges Ergebnis dieser “Klärung” erhalten wir von Frau Finis-Sauer die Mitteilung, dass unser “Abbruchantrag” ??? an das Landesamt für Denkmalpflege in Marburg zu richten sei.

Ordner HOF (rot)  > Denkmalpflege >   Schreiben v. 7.11.1991

17.11.1991

Sende begründeten Antrag auf Entlassung aus dem Denkmalschutz an das Landesamt f. Denkmalpflege, Außenstelle Marburg (DA-MR)

 

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Schreiben v. 17. 11.1991

4.02.1992

 

Ortstermin m. Dr. Haaßengier (DA-MR) als Ergebnis meines Schreibens v. 17.11.91 und diverser vorhergehender Initiativen bei BuD, um eine verbindliche Aussage  zu den Aussichten eines konkreten (leider kostenpflichtigen !!) Abrißantrages zu erhalten, den ich in Ermangelung zumutbarer Alternativen jetzt stellen will bzw. muß.

Dr. Haaßengier avisiert nach äußerer Besichtigung des WH und des Hofes, dass wir schriftlich erhalten würden, dass er die Sanierung weiterhin für machbar hält und einem Abriß nicht zustimmt. Dagegen könnten wir dann auf dem Rechtsweg vorgehen.

 

21.02.1992

 

Erhalten schriftlich von Dr. Haaßengier, dass Abriss abgelehnt wird und wir zur Rettung des Denkmals "einen Besitzerwechsel in die Wege leiten sollten"

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Schreiben v. 21.02.92

26.04.1992

Schreiben an Dr. Haaßengier mit klarer Stellungnahme zu seiner Besitzwechsel-Forderung und konstruktiven Lösungsvorschlägen für Erhaltung des WH (u.a. Sanierung durch Denkmalpflege und langjährige Nutzung durch Stadt).

Durchschrift m. Anschreiben an Finis-Sauer.

 

 

 

 

 

Offenbar herrscht auf amtlicher Seite nun totale Ratlosigkeit oder / und Interesselosigkeit, da wir keinerlei Rückmeldung erhalten.

Ordner HOF (rot) > Denkmalpflege > Schreiben vom 26.04.1992 und

 

 Schreiben v. 28.04.1992

Folgezeit

Wir führen den Wegerechtsstreit fort, versuchen mit zusätzlichen nebenberuflichen Tätigkeiten ect. Geld für eine Sanierung aus eigener Kraft zu verdienen und bieten parallel die Hofanlage durch “Zu Verkaufen”- Schilder am Hof, Mund-zu-Mund-Propaganda und das Maklerbüro AUFINA zum Kauf an. Weder wir noch AUFINA erhalten eine einzige seriöse Interessenten-Rückmeldung.

 

Ordner Wegerecht 1 >  BGH > Gutachten AUFINA v. 27.04.1994

14.01.1997

Als Vorsorgemaßnahme übertragen wir Marlies´ Anteil am Grundstück auf mich, damit es im Falle eines erneuten Crash bei unserem Kfz-Import-Gewerbe (wie mit dem AME E-Volution erlebt) nicht in die Haftungsmasse für das zur erhofften Geldbeschaffung noch einmal neu begonnene Autoprojekt Royale SABRE rutscht.

 

Ordner HOF (rot) > Kaufverträge > Grundstücksübert ragung v. 14.01.1997

Ordner AME E-Volution

Ordner Royale SABRE

April/Mai 1999

Nachdem nun 7 Jahre amtlicher Sendepause vergangen sind, der Wegerechtsstreit inzwischen zwar nicht ganz wunschgemäß, aber letztlich doch erfolgreich beendet worden ist und das unrentable Autogeschäft mit einem finanziellen blauen Auge ebenfalls endgültig beendet wurde, erfaßt den Chronisten GR neuer Hof-Tatendrang.

Ich erinnere mich, dass Nachbar Rasquin einmal gebeten hat, ich möge  ihn ansprechen, wenn ein eventueller Verkauf des FWH anstünde, da er aus steuerlichen Gründen an Erwerb u. Sanierung dieses Denkmals potentiell interessiert sei. 

Ich rufe ihn an, dass ich reif für Verkauf oder Abriss sei. Nach einer Innnenbesichtigung mit seiner Frau ist er der Meinung, dass eine Sanierung auch für ihn nicht mehr interessant bzw. wirtschaftlich verantwortbar sei. Wörtlich: "das kann man nur noch abreißen". Er schlägt mir den Abriss und eine angepasste Neubebauung vor. Zur fachlichen Unterstützung meines Abrissbegehrens empfiehlt er mir Architekt Schwabe und bei der Planung der Neubebauung würde er bei Bedarf gern helfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bekomme  kurz darauf von Nachbar Rasqin eine  interessante Entwurfszeichnung als Grundlage für die Diskussion einer “angepassten Neubebauung” mit den Denkmalpflegern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordner Unterlagen Hofsanierung > Neubau-Konzepte > Entwurf 1 Rasquin

5.05.1999

Ich mache bei Finis-Sauer unter Hinweis auf meine Neubaupläne einen neuen telefonischen Vorstoß bezüglich Abriß bzw. Aufhebung Denkmalschutz.

Sie bringt wieder Dr. Haaßengier als zuständig vor, der leider im Moment krank sei. Will aber mit ihm Ortstermin auf Hof machen und sich melden.

 

 

10.05.1999

Hake in Marburg (MR) nach. Dr. Haaßengier ist zufällig (wieder ?) da und wir vereinbaren eine Begehung mit Finis-Sauer am 15.06.1999, 11.00 Uhr.

Der Termin wird dann kurzfristig verschoben auf 22.06.1999

 

 

16.06.1999

Der als beratender Architekt hinzugezogene "Fachwerkspezialist" Herr Schwabe meint nach einer gemeinsamen Besichtigung des Hofes  zu meiner großen Überraschung, dass er einen Abriss keinesfalls empfehlen würde, da eine Sanierung in jedem Falle erheblich billiger würde, als eine Neubebauung !!!!!

Er verkündet im Brustton der Überzeugung, dass er z.B. das WH mit einem Aufwand von "lediglich" ca. 350 TDM sanieren könne.

Ich bin ungläubig-skeptisch und nach den Erfahrungen mit der ersten Empfehlung von Rasquin sollte ich eigentlich gelernt haben, aber ich bin offenbar  immer noch hoffnungslos Fachwerkhof-süchtig.

H. Schwabe soll daher trotzdem an dem nun am nächsten Tag geplanten Meeting mit Dr. Haaßengier u.a. teilnehmen und dann soll entschieden werden, ob und wie es weitergeht.

 

 

22.06.1999

Heute findet das Treffen vor Ort mit Amt f. BuD (Taubert), Planungsamt (Koch), Dr. Haaßengier, ich und Schwabe tatsächlich statt.

Erläutere, warum ich trotz anderslautender Ansicht v. H. Schwabe die Aufhebung des Denkmalschutzes oder die Abrißgenehmigung erwarte.

Dr. Haaßengier verlautbart, dass einem Abriss "nur über seine Leiche" zugestimmt wird.

Er avisiert für 2000 generös ca. 60 TDM als Zuschuß, wenn die Sanierung des Wohnhauses umgehend begonnen wird. H. Taubert avisiert Null Zuschuß.

 

 

Juni 99

Da wir auf einen langjährigen Abriss-Prozeß (das wäre zu diesem Zeitpunkt nach  Brüssing, Schindler, Mennickheim der Denkmal-induzierte Prozeß Nr. 4) keinen Wert legen, entschließen wir uns, zusammen mit H. Schwabe als "Testfall" für seine Versprechungen den im Gesamtkonzept von 6/89 schon vorgesehenen Ausbau des Stallgebäudes zu Wohn- u. Gewerbezwecken in Angriff zu nehmen.

Per CAD erstelle ich in Rekordzeit erstklassige und kostengünstige Ausbaupläne, die das Büro Schwabe in "amtlich lesbare" Form bringt. Ein laut Herrn Schwabe sanierungserprobter Bauunternehmer macht dafür ein Festpreisangebot von  ca. 200 TDM, so dass die von GR u. MR festgelegte Obergrenze von 250 TDM für die Gesamtinvestition realistisch erscheint.

 

 

 

 

 

 

Ordner HOF TEILPROJEKT 1 > 3D-Entwürfe Nr. 1 + 2 und virtuelle Hofansicht

8.09.1999

 

Die Stallgebäude- Planung wird von Architekt Röder vom Büro Schwabe dem nun bei BuD für die Hofanlage zuständigen Herrn Taubert vorgelegt und ihm erläutert.

H. Taubert kann eine verbindliche Stellungnahme angeblich erst nach Konsultation von Dr. Haaßengier abgeben, der bis Ende September in Urlaub sei.

Ordner HOF Teilprojekt 1 > Denkmalpflege

13.09.1999

Hake in Marburg (Sitz des Landesdenkmalpflegers) bei einer Frau Kaiser nach, die nicht nachvollziehen kann, warum H. Taubert nicht ohne Dr. Haaßengier entscheiden kann.

Berichte H. Taubert von diesem Telefonat. H. Taubert erläutert mir nun die formalen Zuständigkeiten bis hin zum RP als "letzter Instanz", verspricht mir aber, dass ich trotz Abwesenheit von Dr. Haaßengier mit einer positiven Entscheidung noch im Frühherbst ´99 rechnen könne.

 

 

16.09.1999

Verteile an Taubert u. Schwabe die von mir erstellte Projektübersicht KW37/99 mit "Friedensangebot” und Darstellung aller für das "Teilprojekt Stallgebäude" aus meiner Sicht bei der Genehmigung zu beachtenden Randbedingungen. 

 

Ordner HOF TEILPROJEKT 1 > Amt f. BuD, Denkmalpflege > Projektübersicht

24.09.1999

 

Erfahre von H. Schwabe, dass Herr Taubert eine Bestandsdokumentation für den Eiche-Fachwerkteil des ehemaligen Stall- u. Scheunengebäudes gefordert hat, da ihm sonst keine Beurteilung unserer Pläne möglich wäre.

 

4.10.1999

Ich erarbeite mit dem Büro Schwabe kurzfristig eine formgerechte Bestandsdokumentation und senden Sie H. Taubert zu.

 

Ordner HOF TEILPROJEKT 1 > Amt f. BuD, Denkmalpflege > Schreiben v. 4.10.99 m. DOKU-Verzeichnis

4.11.1999

 

Herr Taubert schickt eine schriftliche Stellungnahme, dass und warum die Planungen denkmalgerecht überarbeitet werden müssen. Selbst H. Schwabe scheint etwas fassungslos über den Inhalt dieses Schreibens.

Ordner HOF TEILPROJEKT 1 > Amt f. BuD, Denkmalpflege > Schreiben v. 3.11.99

10.11.1999

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich vereinbare mit H. Schwabe, dass er die mit den Denkmalschützern vereinbarten Änderungen so schnell wie möglich in einen Bauantrag umsetzt und parallel ein angepasstes Festpreis-Angebot von der zur Ausführung vorgesehenen Baufirma Tollgauer anfordert.

Ortstermin im Amt f. BuD.

Mit H. Taubert, F. Wahrlich-Schenk , F. Söder auf der einen Seite u. Reitmeier/Schwabe auf der anderen Seite, werden die Pläne "denkmalgerecht" gemacht. Nach einer umfangreichen Diskussion über die zulässige Breite der hofseitigen Gaube (Zwerchhauses) und das durch den Abriß des Eiche-Fachwerks entstehende, nicht denkmalgerechte "Loch" (künftige Terasse), schlage ich vor, daß der Umriß des abzureißenden Gebäudeteils durch das auf eine Art Pergola reduzierte Eiche-Fachwerk angedeutet/erhalten wird und akzeptiere, daß das hofseitige Zwerchhaus nicht breiter wird, als das auf dem Wohnhaus. Antwort der BuD Mitarbeiter auf meine Frage, ob der Entwurf dann genehm sei: Ja, unter diesen Bedingungen könnten wir den vorgelegten Entwurf 3 als von ihrer Seite aus genehmigt betrachten.

 Bezeichnend für den Stil der Diskussion über unsere Planung: Frau Wahrlich-Schenk wörtlich zu mir: "Dass ein Zwerchhaus nur so und so breit sein darf müssen Sie uns schon abnehmen, wenn Sie hier weiterkommen wollen".

 

14.11.1999

Habe parallel in mehreren Nachtsitzungen das “denkmalgerechte Stallgebäude” in 3D auf dem PC konstruiert, damit ich per  Kollisionsprüfung ect. sicher stellen kann, dass es nach Fertigstellung auch von normal großen Menschen uneingeschränkt genutzt werden kann. 

 

Ordner HOF TEILPROJEKT 1 > 3D-Entwurf  Nr. 3 mit Geschossplänen und virtueller Hofansicht

7.12.1999

 

H. Röder vom Büro Schwabe informiert mich, dass der Bauantrag unterschriftsreif sei. Mache ihm klar, dass ich erst unterschreiben könne, wenn das neue Angebot von Tollgauer da sei und auch alle Nebenkosten verbindlich erfasst seien.

 

16.12.1999

Treffe mich in Kassel mit Schwabe. Er übergibt mir 1 Expl. des Bauantrages und erläutert mir, was bezüglich seines Honorares max. auf mich zukäme. Will sich melden, sobald Angebot Tollgauer da ist.

 

 

18.01.2000

 

H. Schwabe teilt mir telefonisch mir, dass das Angebot Tollgauer da sei und wir in Anbetracht der Höhe von rund 350 TDM mal intensiv über “spezielle, erprobte Sparmöglichkeiten” reden müßten die er am Telefon schlecht erläutern könne. Da ich an dem Abend verhindert bin, bitte ich ihn dafür einen Abend-Termin mit Tollgauer in seinem Büro abzustimmen und mir diesen mitzuteilen.

 

19.01.2000

Da mir in Anbetracht der genannten Summe sofort klar ist, dass das Projekt  Stallgebäude auch wieder an der nicht möglichen Finanzierung scheitern wird, geht mir als einziger denkbarer Ausweg der Begriff EIGENLEISTUNG durch den Kopf und ich erinnere mich an eine kürzlich gesehene Anzeige in der HNA, wo “Mobile Häuser” in Baunatal für rund 6 TDM zum Verkauf offeriert wurden. Mit der Grundidee MH kaufen, im Garten neben dem Denkmal aufstellen und dann möglichst viel abends und am Wochenende selber machen, habe ich dann umgehend einen TÜV-Kunden aus Baunatal angerufen und gefragt, ob er wüßte wo die MH´s stehen. Er wußte es, da ein Teil direkt neben seinem Betriebsgrundstück stand und abends haben wir gemeinsam die offenstehenden (da bereits aufgebrochenen) MH´s besichtigt.

 

Reitmeiers Krikel-Krakel-Buch Nr. 2 > Anzeige HNA v. 15.01.2000

24.01.2000

Rufe am nächsten Morgen die in der Kleinanzeige angegebene Telefonnummer an und lasse mich von H. Held, dem Inhaber der Held-Consulting im Detail über die Häuser informieren.

Frage anschließend bei H. Klapp vom Amt f. BuD nach, ob meine Idee im Grundsatz genehm sei, was er unverbindlich bejaht. Er bittet um Unterlagen, damit er die Frage schnellstmöglich verbindlich abklären könne. Faxe ihm abends Pläne u. Begründung meines Vorhabens zu.

 

 

Das bedeutet im Klartext, dass wir mit allen sonstigen Kosten einer Baukosten-Summe von mind. 450 TDM finanzieren müßten, was schlicht utopisch ist, da H. Taubert ja schon verlautbart hatte, dass wir für das Projekt Stallgebäude auch nicht eine DM Zuschuß erwarten könnten. Telefoniere abends noch mit Röder, der mir im Kern zustimmt und mitteilt, dass H. Schwabe voraussichtlich am Mittwoch dem 26. wieder im Büro sei und sich dann wohl melden werde.

 

 

 

 

 

Erhalte per Fax vom Büro Schwabe das Tollgauer-Angebot mit Datum vom 28.12.99. Es beläuft sich auf schlichte 361 TDM und ist kein Festangebot mehr, sondern eine Kostenschätzung. Die Begründung steht unmißverständlich im Angebot.

 

 

 

Ordner MH 1 > Bauantrag MH

 

Ordner HOF TEILPROJEKT 1 > Tollgauer > Angebot v. 28.12.1999

26.01.2000

Frage telef. bei H. Klapp (BuD) nach. Er informiert mich, dass er noch die Zustimmung der Denkmalpfleger und seines Chefs (Pankuweit) benötigt. Und falls ich die vermutliche Zustimmung rechtsverbindlich schriftlich haben will, solle ich eine offizielle (kostenpflichtige) Bauvoranfrage stellen.

Da ich weiss, dass H. Held (MH-Verkäufer) heute in Baunatal sein wollte, rufe ich ihn anschließend an, verabrede einen Besichtigungstermin für nachmittags und schaue mir mit ihm dann in Baunatal-Stadt die besser erhaltenen Häuser dort an.

 

 

27.01.2000

Frage bei H. Klapp (BuD) nach und erfahre, dass Bauamt und Denmalschutz keine Bedenken haben, eine wahrscheinlich befristete BG zu erteilen, dass aber noch das Planungsamt zustimmen müsse, da der Aufstellungsort ja im Sanierungsgebiet liege.

Rufe gleich H. Koch (Planungsamt) an und bitte ihn, sich bei H. Klapp anhand der Unterlagen zu informieren und mir schnellstmöglich seine Erkenntnisse mitzuteilen. Bei späterer Nachfrage teilt er mir dann mit, dass auch das Planungsamt einverstanden sei, wenn die BG zunächst auf ein Jahr und bei erkennbarem Sanierungsbeginn im ersten Jahr, auf insgesamt maximal drei Jahre (ab Bezug) befristet würde.

Rufe dann bei Firma Regel an und verabrede ein mittägliches Treffen mit H. Meusel in Niederzwehren, um die Machbarkeit des Transportes dorthin abzuklären und dann ein konkretes Angebot zu erhalten. Das Treffen findet statt und H. Meusel meldet später noch, dass auch auf dem Weg und in Baunatal keine nennenswerten Hindernisse zu erkennen seinen.

Verabrede telef. m. H. Klein (Hausmeister des MH-Verkäufers Held) u. meiner Frau ein Treffen nach Dienst in Baunatal und wir besichtigen gemeinsam mit unseren Enkeln die Häuser und suchen uns "unseres" aus.

Bitte H. Klapp (BuD) abends noch schriftlich meine Anfrage in eine offizielle Bauvoranfrage umzuwandeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ordner MH 1 > Bauantrag MH

28.01.2000

Teile H. Held per Fax mit, dass ich das Haus Nr. 3 erwerben möchte und bitte um Vorabbestätigung per Fax und Antwort auf einige Fragen. H. Held ruft mich abends noch einmal an, dass er nicht mehr dazu gekommen sei, ich das Fax aber spätestens Montag bekäme. Der Kaufvertrag soll dann voraussichtlich in der KW 5 abgeschlossen werden.

 

Ordner MH 1 > FA. Held

31.01.2000

Erhalte Kauf-Bestätigung m. Beantwortung meiner Fragen per Fax von H. Held u. das Angebot für den Transport des MH v. H. Meusel (REGEL).

 

Schwabe ruft an und wir (Schwabe, Tollgauer, Reitmeier) treffen uns abends zum kurzfristig vereinbarten Meeting im Atelier Schwabe in Gudensberg. Mache klar, dass ich weder bei den Baukosten noch beim Honorar mit Open-End-Angeboten leben kann. Wir verabreden ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen nach Aufstellung des Mobilhomes, um ohne unkalkulierbares Risiko für alle Beteiligten vor jedem Schritt zu fixen Teil-Kosten zu kommen.

 

Ordner MH 1 > Fa. Held

Ordner MH 1 > REGEL

12.02.2000

Erhalte den Kaufvertrag für das MH Nr. 3 von der Firma Held-Consulting.

 

Ordner MH 1 > FA. Held

15.03.2000

 

Amt f. BuD teilt mit, dass der Bauantrag für das MH vollständig vorliegt und dass wir auch noch eine gesonderte Genehmigung des Tiefbauamtes für die Abwasserbeseitigung benötigen.

Ordner MH 1 > Bauantrag MH

22.03.2000

Gehe mit den vom Büro Schwabe erstellten noch fehlenden Unterlagen persönlich zu H. Marschall (Amt f. BuD) und spreche sie mit ihm durch. Er ist zufrieden und will alles in die richtigen Wege leiten.

 

Ordner MH 1 > Bauantrag MH

1.04.2000

Beginnen nach informell erteiltem “grünem Licht” seitens des Amtes für BuD auf dem Grundstück mit den zur Aufstellung der Denkmalbauhütte erforderlichen Bauarbeiten (Rodung, Planierung, Verlegung der Ver- u. Entsorgungsleitungen, Fundamentarbeiten usw.) und mit Blick auf die beabsichtigte(n) Sanierung(en) mit der parallelen Freilegung der gartenseitigen Mauern von WH u. STG, damit der Bagger dafür nicht noch einmal anrollen muß.

 

Ordner Chroniken > Projektchronik Stallgebäudesanierung

Video-Dokumentation

9.04.2000

Faxe an H. Meusel (Regel). dass er die Hausumsetzung für die 19. KW terminieren soll.

 

 

27.04.2000

 

Erhalten per Post die Baugenehmigung für das MH (im Gegensatz zur mündl. Zusage befristet auf nur max. 2 Jahre und mit Laufzeit der Befristung ab 27.4.2000 !!! ).

Die Stadt kassiert  volle Gebühren sowie 450 DM extra für eine erneute Prüfung der in Baunatal genehmigten Berechnungsunterlagen für das MH (Statik, Wärmeschutz), das dort ja bereits mehrere Jahre sicher gestanden hat.

Wir beißen die Zähne zusammen, machen weiter und zahlen, da das Projekt jetzt eh´ nicht mehr zu stoppen ist.

Ordner MH 1 > Bauantrag MH > Baugenehmigung MH (Modular Home) m. Az. 20000337

3.05.2000

 

Erhalten per Post die Baugenehmigung für das Stallgebäude nebst Gebührenrechnung über 960 DM und 50 Pfennig.

Ordner HOF TEILPROJEKT 1 > Baugenehmigung ehemaliges Stallgebäude m. Az. 20000176

20.05.2000

Heute kommt das MH angefahren und wird mit dem REGEL-Kran auf die Fundamente gestellt. Die Details sind festgehalten in einem separaten  Bau-Tagebuch für den Zeitraum 04. bis 11.2000.

 

Ordner MH 1 > Bilder Mobilhaus (2 Blatt mit Vergleich CAD-Entwurf u. Realität)

Video-Dokumentation

Bau-Tagebuch MH

Zeitraum von April 2000 bis Dez. 2000

Arbeiten "rund um die Uhr" parallel an der Herstellung der Bezugsfertigkeit des MH, der Freilegung und Drainage der Grundmauern von WH u. STG, der Erneuerung der Kanalanlage v. WH u. STG, der Erneuerung des Wasser- und Gasanschlusses im WH und der Beseitigung eines am STG unterirdisch angebauten Luftschutz-Betonbunkers, der erst bei den Freilegungsarbeiten sichtbar wurde. Finanzieller Aufwand insgesamt rund 170 TDM, davon 100 TDM rein für WH u. STG. Sind am Jahresende im Prinzip pleite.

Die vom 1.04.2000 bis Jahresende durchgeführten Arbeiten sind detailliert erfasst im Bau-Tagebuch (04.-11.2000)

Anm.: Erst nach einer gewonnenen Klage beim LG Kassel gegen Frau Thiel, die uns nach unserer vom LG bestätigten Auffassung als Grundstücksverkäuferin den Bunker bewußt verschwiegen hatte, erhalten wir die Bunker-Abbruchkosten Ende 2001 von ihr erstattet.

 

Ordner Chroniken > Projektchronik Stallgebäudesanierung

Video-Dokumentation

 

 

 

PC-Ordner Chroniken > Bau-Tagebuch MH

Ordner BUNKER > Reitmeier ./. Thiel > Bild-DOKU Bunkerfund + -Abbau

20.05.2001

Da die erst durch die Freilegungen überraschend vorgefundenen Gegebenheiten (wie marode Stall-Grundmauern, marode Infrastruktur, Bunkerfund), unsere Finanzplanung völlig über den Haufen geworfen haben und die “Öffentlichkeit” uns auch weiterhin kein Geld geben kann oder will, stelle ich einen fundiert begründeten Antrag auf Aufhebung der Befristung für das MH. Kernpunkte der Begründung: So würde mir die Aufnahme einer Hypothek auf das MH möglich, um so wieder "flüssig" zu werden und dann wie geplant in Eigenleistung die STG-Sanierung fortzusetzen.

 

Ordner MH 1 > Bauantrag MH  > Antrag v. 20.05.01

28.06.2001

 

Stadt schreibt kurz und knapp u.a. “Ihrem Anliegen eine Genehmigung auf Dauer zu erteilen, wird in keinem Fall entsprochen werden”, ohne auf die Begründung einzugehen, oder eine alternative Problemlösung anzudeuten.

Ordner MH 1 > Bauantrag MH > Schreiben vom 28. 06.01 des Amt f. BuD

15.07.2001

MR schreibt Stadtbaurat Streitberger mit einem "Hilferuf" an

Stadtbaurat Streitberger meldet sich am gleichen Tag telefonisch und äußert Verständnis für den "Hilferuf". Will sich kundig machen und kurzfristig melden.

Ordner MH 1 > Bauantrag MH > Schreiben vom 15.07.01

15.08.2001

 

H. Streitberger, Klapp, Taubert erscheinen zur Ortsbesichtigung. Nach einer äußeren und teilw. inneren (WH, Scheune) Besichtigung findet im MH eine Besprechung statt, die im wesentlichen zwischen Streitberger u. Reitmeiers stattfindet. Ergebnisse: H. Taubert soll ernsthaft prüfen, ob Abriss STG und Neubau nun möglich ist. Die "Stadt" versucht aktiv mit Reitmeiers bis 31.12.2001 eine einvernehmliche Problemlösung zu finden. Sollte das nicht gelingen, würden wir laut Streitberger anschließend eine Abbruchverfügung für das MH zugestellt bekommen !! Kommentar überflüssig.

Ordner MH 1 > Bauantrag MH > Gedächtnisprotoko ll vom 15.08.01 von M. u. G. Reitmeier vom gleichen Tage.

28.08..2001

Wir haben eine "Inhouse"-Besprechung im MH mit Rechtsanwalt Zappek.über die Drohung mit der Abbruchverfügung. Wir kommen zu der Ansicht, dass die Drohung aufgrund der unstreitigen Verknüpfung zwischen der Denkmalbauhütte und der öffentlichen Forderung der Sanierung des Hofes eine leere Drohung ist, solange wir nicht zu zumutbaren Konditionen alternativen Wohnraum für uns dort schaffen können.

 

Details siehe Ordner Chroniken > Projektchronik Stallgebäudesanierung

4.09.2001

Ich u. Tochter Nele Jessel nehmen an der Ortsbegehung mit dem OB in Niederzwehren teil, weil auch unser Hof dem OB als Beispiel für die ungelöste Rest-Denkmal-Problematik in Niederzwehren. vorgestellt werden soll.

Ich erläutere OB Lewandowski, dass alle Konzepte bisher immer an den nicht mehr finanzierbaren Summen bzw. der unzureichenden finanziellen Beteiligung der "Öffentlichkeit" scheiterten. Der OB nickt verständnisvoll und lässt erkennen, dass ihm persönlich gar nicht klar ist, was an dem Hof eigentlich denkmalwürdig ist.

Am 6.09.2001 erscheint im Lokalteil der HNA ein Bericht über die Ortsbegehung.

 

HNA-Bericht v. 6.09.2001: "Denkmalschutz auf dem Prüfstand"

6.09.2001

Ortsvorsteher Böttger besucht uns und wir schildern ihm unsere bisherige unendliche Denkmal-Geschichte. Er "tröstet" uns mit dem Hinweis auf Nachbar Rehbein (ehemalige Mühle) u.viele andere Niederzwehrener Denkmalbesitzer, die alle ähnlich unerfreuliche Erlebnisse mit den Kasseler und Marburger "Denkmalschützern" hinter sich haben.

 

 

20.09.2001

 

Wir erhalten von der Stadt weder den durch den Stadtbaurat am 15.08.01 avisierten kurzfristigen Gesprächstermin noch Lösungsvorschläge. Statt dessen erscheint ein durch Herrn Taubert vom Amt f. BuD initiiertes "Interview" in der HNA, in dem wir in unfairster Weise persönlich angegriffen und dafür verantwortlich gemacht werden, dass "die jahrelangen Bemühungen der gesamten Stadtverwaltung um die Sanierung des Hofes" bisher nicht zum Erfolg geführt haben.

HNA-Bericht v. 20.09.2001: "Jahrelang um Hofanlage bemüht"

30.09.2001

Mir platzt jetzt endgültig der Kragen.

MR wirft meinen offenen Brief an H. Streitberger u. H. Taubert in den Rathausbriefkasten.

Inhalt: Für mich gibt es seit 20.09.2001 kein Denkmal mehr. Wir erbitten Terminvorschlag von Streitberger für ein Gespräch über die Zukunft unseres Anwesens im Beisein unseres Anwaltes Zappek.

Der Brief nebst Anlage geht parallel mit der Bitte um Veröffentlichung an die HNA.

 

Ordner MH 1 > Baugenehmigung > Offener Brief  v. 27.09.2001

Anlage Fakten
zum off. Brief

Hinweis:

Danach habe ich eine längere, letztlich erfolglose "Diskussion" mit der HNA, da die HNA sich weigert, die Dinge nach meinen Vorstellungen öffentlich geradezurücken.

 

Näheres siehe Schriftwechsel mit HNA und DPR (Presserat) im Ordner POLITIK > HNA > Presserat

30.10.2001

 

Erhalten vom Finanzamt wegen Steuererklärung 2000 Rückfrage Nr. 4, die sich auf den HNA-Artikel v. 20.09.2001 bezieht.

Die Original-Dokumente finden Sie hier.

Nov. u. Dez. 2001

 

Div. Kontakte m. Taubert, der mir eine völlig  sinnlose "Standfestigkeitsuntersuchung" des ehemaligen Stallgebäudes aufzwingt, mit der er beweisen will, dass ich mit meiner Freilegung das Gebäude nur “destabilisieren” wollte..

Details siehe Projektchronik Stallgebäudesanierung

7.12.2001

 

Erhalten vom Finanzamt den Steuerbescheid 2000 mit der simplen Anmerkung, dass die Einkünfte aus V+V wegen fehlender Gewinnerzielungsabsicht nicht anerkannt wurden. Lege Widerspruch ein.

Siehe separaten Schriftverkehr „Steuern“ und Chronik EkSt 2000

15.01.2002

Da bis 31.12.2001 keine der Vereinbarungen mit Streitberger seitens der Stadt erfüllt wurde, reiche ich den inzwischen mit Zappek erstellten "denkmalschutzrechtlichen Abrissantrag" beim Amt für BuD ein.

 

Ordner ABRISS 1 > Bauaufsicht > Abrissantrag mit Nachweis wirtschaftlich. Unzumutbarkeit der Sanierung

20.02.2002

 

Auf meine Nachfrage hin erhalte ich von Taubert die Antwort, dass mein Abrissantrag nicht bearbeitet werden könnte, weil er nicht § 9. der  Bauvorlagenverordnung (BauVorlVO) entspräche und im übrigen brauchte ich ihn nicht zu stellen, da er keine Aussicht auf Genehmigung habe.

Ordner ABRISS 1 > Denkmalpflege > Schreiben Taubert v. 20.02.2002

10.04.2002

Gebe meinen ohne Architekt erstellten (die HBO fordert das bei einem Abriss nämlich gar nicht), formgerechten Antrag auf Abriss im Bauamt bei H. Steinkopf ab. Wir sprechen ihn durch und er nimmt ihn zur Bearbeitung an.

 

Ordner ABRISS 1 > Bauaufsicht >  Ergänzung Abrissantrag nach HBO v. 9.04.05

HINWEIS:

Ab hier wird meine separat geführte Projekt - chronik Stallgebäudesanierung (Teilprojekt 1 ) beendet und alle relevanten Ereignisse werden zur Vereinfachung nur noch in dieser Chronik festgehalten.

 

 

16.04.2002

 

Erhalte vom Amt f. BuD Eingangsbestätigung und Aktenzeichen für Abrissantrag

Abrissantrag Az- 2002-0602

FORTSETZUNG > 2

Was mir sonst noch am Herzen liegt

Nach den Motto: Es gibt nicht Gutes, es sei denn man tut es, unterstütze ich nachstehende Organisationen und Initiativen ideell und finanziell und freue mich über jeden neuen Mitmacher und/oder Mitunterstützer

 

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